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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Stress bei Hunden

Die Entscheidung zwischen den Alternativen Flucht oder Kampf wird nach dieser Theorie innerhalb des Bruchteils einer Sekunde getroffen.

 

Stress wird dabei als ein automatisch ablaufender Mechanismus gesehen, der das Leben in einer bedrohlichen Situation sichert, da komplex dauernde Denkprozesse, wie man sich am besten in der Gefahrensituation verhalten solle, im Erstfall zu einer verspäteten Reaktion führe.

                                                                                          

Beispiel:

 

Bei einem lebensbedrohlichen Angriff eines körperlich überlegenden Angreifers lange zu überlegen, ob überhaupt und in welche Richtung geflüchtet werden soll, wird die Chancen, dem Angreifer zu entkommen, nicht erhöhen.

 

Diese Theorie berücksichtigt hingegen nicht, wieso und warum Stress als Krankheits- und Überforderungsverursacher Bedeutung gewinnen kann. 

 

 

II: Stresstheorie nach Hans Selye

 

Der Mediziner Hans Selye wies im Jahre 1936 erstmals auf den Umstand von Krankheitsverursachung durch Stress hin.

 

Nach Seyle ist Stress eine charakteristische physiologische Reaktion eines Organismus, wobei zwischen Eustress, Distress und den sogenannten Stressoren zu unterscheiden sei.

Eustress ist nach dieser Theorie die adäquate Verhaltensveränderung auf Belastungszustände, die der Steigerung der Leistungsfähigkeit und zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit beitrage.

 

Distress bezeichnet hingegen den Eintritt von Schäden, die mit Verhaltensstörungen einhergehen und durch ein Übermaß an Belastungen oder Dauerbelastungen verursacht werden.

 

Umgangssprachlich wird Distress als negativer Stress bezeichnet.

 

Spricht man im Alltag von Stress, ist in den meisten Fällen Distress im Sinne der Theorie von Selye gemeint. 

 

Eustress führe, so wie es die Definition darlegt, zu einer Anpassungsreaktion des Organismus und somit zu keiner Belastung.

 

Dieser Umstand dürfte zu der Verwendung des Begriffes „positiver“ Stress geführt haben, da diese Art von Stress zu einer Aufrechterhaltung der Funktionstüchtigkeit des Organsystems und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit führt.

 

Erst ein Übermaß an Belastungen oder Dauerbelastungen führe zu schädigenden Wirkungen auf Körperfunktionen und schließlich zu einer physischen und/oder psychischen Beeinträchtigung.