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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Tierphysiotherapie

Die wichtigsten Techniken:

 

Streichungen (Effleuragen)

 

Man streicht großflächig, mit gleich bleibender Druckintensität mit beiden Händen über die Muskelpartien. Wichtig ist hierbei, dass man sich Zeit nimmt, Ruhe ausstrahlt und dem Hund so ein Wohlgefühl vermittelt.

 

Knetungen (Petrissagen)

 

Knetungen steigern die Durchblutung, lösen Verklebungen und lockern das Unterhautbindegewebe. Die Muskulatur wird erwärmt.

 

Zirkelungen (Friktionen)

 

Eine sehr intensive Massagetechnik, die beim Hund auch „Wohlschmerz“ auslösen kann. Hierbei ist es wichtig, den Hund gut zu beobachten und die Intensität eventuell zu verringern, wenn es für ihn  unangenehm wird. Sehr gut eignen sich Zirkelungen, um die Wirbelsäulenmuskulatur zu entspannen. Man zirkelt entlang der Wirbelsäule von cranial nach caudal (vom Schädel bis zur Rute). Nicht direkt auf den Wirbeln / knöchernen Anteilen massieren! Bei einer Massage ist immer im Auge zu behalten, ob der Hund Unwohlsein / Schmerzen, z.B. durch Lecken der Lippen, blinzeln o. ä. zeigt. Wenn der Hund genug hat, sollte man aufhören, auch wenn es erst wenige Minuten waren. Wichtig ist immer, beide Seiten zu massieren. Eine Massage beginnt und endet immer mit Streichungen.

 

Manuelle Therapie

 

Die manuelle Therapie befasst sich in erster Linie mit Gelenkproblemen. Durch diese Art der Therapie wird u. a. die Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt und die Gelenkkapsel gedehnt. Anzuwenden z.B. bei Arthrose und Schmerzen.

 

Begleitende Maßnahmen

 

In der Physiotherapie gibt es etliche Möglichkeiten, unterstützend zu arbeiten. Die wichtigsten sind nachfolgend kurz beschrieben:

 

Akupunktur

 

Die Akupunktur ist ein Teil der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Nadeln, zumeist  mit einem Kupfergriff, werden in die entsprechenden Punkte der Meridiane gestochen, um sogenannte „Chi-Blockaden“ zu lösen. Akupunktur-Sitzungen werden meist 5-10 Mal wiederholt. Die Erfolge sind sehr gut.

 

Blutegel

 

Der Blutegel (Hirudo medicinalis) wurde bereits im 17. Jahrhundert eingesetzt. Allerdings wurde es damals oft übertrieben, so dass von Vampirismus gesprochen wurde und der Blutegel zu Unrecht im 19. Jahrhundert wieder verschwand. Heute hat man deutlich mehr Hintergrundwissen und so wird der Blutegel erneut immer beliebter. Seine Hauptaufgabengebiete liegen in der Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Abschwellung. Man setzt ihn in der Hundephysiotherapie meist bei Arthrose, HD, Spondylose und Krankheiten mit chronischen Schmerzen ein. Sein Speichel enthält, neben vielen anderen wirksamen Stoffen, auch eine Art natürliches Antibiotikum. So kann man beim Blutegel getrost von einem Wunderheiler sprechen.

TENS/Reizstromtherapie

 

Die „Transkutane Elektrische Nervenstimulation“ (TENS) ist eine beliebte Form der Behandlung. Je nach Frequenz, kann man damit sanft stimulieren, was schmerzlindernd wirkt, oder aber Muskelkontraktionen auslösen, um Muskelatrophien (Muskelabbau) vorzubeugen.