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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Weihnachtsgeschichten

Für den Abend gibt es eine Einladung bei meiner Schwester, wo wir jedes Jahr im kleinen Kreis den Heiligabend verbringen. Als Paula aufwacht, mache ich sofort eine Runde mit ihr, damit sie sich lösen kann. Das wird natürlich mit Leckerchen belohnt, was ihr offenbar sehr gefällt – denn natürlich ist Paula als Beagle ein kleiner Nimmersatt und solchen Genüssen gegenüber mehr als aufgeschlossen. Dann geht es mit dem Auto zu meiner Schwester. Paula benimmt sich so, als sei Autofahren ihre Lieblingsbeschäftigung. Am Ziel angekommen, ist sie sehr zurückhaltend und scheu, so dass ich sie ins Haus trage.

Dort wird sie zunächst begrüßt von Carlotta, einer kleinen, süßen, andalusischen Hündin von „Tiere in Not“. Man kann sagen, dass es Liebe auf den ersten Blick ist zwischen den beiden Mädels. Paula vergießt ein paar Tröpfchen der Freude, sie werden aufgewischt und vergessen. Als Laborbeagle ist sie nicht stubenrein, das muss noch geübt werden.

 

Einträchtig steigen die Fellnasen die Treppe hinauf. Paula beginnt oben wieder ihre Schnuppertour, Carlotta weicht ihr dabei nicht von der Seite. Als wir alle Platz genommen haben, kommt Paula wie selbstverständlich zu mir und hüpft auf meinen Schoß. Dort rollt sie sich zusammen und schläft zufrieden ein. Das war wohl alles etwas viel für die Kleine.

Wir essen, bescheren, reden, lachen, singen – Paula schläft. Carlotta liegt mir zu Füßen und bewacht den Schlaf ihrer neuen Freundin. Als diese sich regt, trage ich sie gleich nach draußen in den riesigen Garten meiner Schwester, wo sie mit Carlotta im Schein der Gartenlaternen ein Wettrennen veranstaltet und sich erleichtert. Zurück im Wohnzimmer, setzt sie ihren unterbrochenen Schlaf fort, bis wir nach Hause fahren und noch eine letzte Runde drehen.

 

Es ist faszinierend, wie Paula anschließend in unsere Wohnung geht, langsam, vorsichtig, als traue sie dem Braten noch nicht.

Doch dann ein tiefer Seufzer und Paula rollt sich in einer Ecke neben der Couch zusammen. Ihr Bett steht verwaist in der anderen Ecke. Sie scheint dieses kleine Refugium zu mögen – mein Mann und ich stehen davor und schauen liebevoll auf sie herab.

 

Die Erlebnisse in ihrem neuen Zuhause hat Paula im Forum  www.beaglefriends.de unter „Beagle unter sich“ aus ihrer Sicht beschrieben.

 

Die Feiertage schweißen uns drei sehr fest zusammen. Besonders mein Mann ist von diesem kleinen Wesen fasziniert. Er sieht staunend zu, wie sie ihre neue Welt erobert, hilft ihr dabei und lebt überzeugend seinen Beschützerinstinkt für unser Mädchen aus.

 

Und wieder ist bald Weihnachten – dann sind es schon zwei Jahre, die unsere kleine Maus bei uns lebt. Wir haben viele aufregende, spannende, liebevolle, erziehungsnotwendige Zeiten hinter uns, die jedoch immer eines waren: große Liebe zwischen Mensch und Tier. Vor allen Dingen mein Mann, der die meiste Zeit mit Paula verbringt, ist nach wie vor völlig vernarrt in unsere Prinzessin, spricht mit ihr wie mit einer Tochter, joggt und fährt Rad mit ihr, tobt auf dem Boden herum. Ich schaue mir immer mit größtem Vergnügen meine beiden „Kinder“ an. So wurde dank Paula aus einem Hundeskeptiker ein Hundefan – was so ein Weihnachts-Beagle alles zustande bringt!

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Autor: Julia Sánchez-Haas

 

Copyright Fotos: Julia Sánchez-Haas