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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Pflanzen

Mit ihrer Rüsselspitze saugt die Biene den zuckerhaltigen Pflanzensaft, den Nektar, in der Blüte auf. Dabei bleibt an ihrem Haarkleid Blütenstaub, auch Pollen oder Bienenbrot genannt, hängen, so dass die Biene andere Pflanzen durch Pollenübertragung bestäuben kann. Einen Teil des Nektars verbraucht die Biene für sich selbst als Nahrung. Etwa 20 Milligramm gelangen in ihre Honigblase und werden dort mit Körpersäften versetzt. Zurück im Stock, gibt sie den Inhalt an eine Stockbiene weiter, die ihn aus ihrer Honigblase an die nächste Nachbarin weiter leitet. So wandert der Pflanzensaft von Honigblase zu Honigblase. Während dieser Vorgänge finden chemische Umwandlungen statt, z.B. werden die Zuckerketten des Pflanzensaftes aufgespalten. Durch die ständige Weitergabe verdunstet überflüssiges Wasser. Der Honig wird auf diese Weise immer mehr eingedickt und in eine leere Zelle (Wabe) gewürgt, die luftdicht mit einem Wachsdeckelchen verschlossen wird.

Bienen auf Waben

Die Bienen sammeln jedoch nicht nur Blütennektar, sondern auch Honigtau. Das sind zuckerhaltige Ausscheidungen von anderen Insekten, z.B. Läusen und Ameisen, die zuvor Saft aus dem Pflanzengewebe heraus gesogen haben.

 

Da Läuse für ihren eigenen Stoffwechsel hauptsächlich Eiweiß brauchen, scheiden sie den im Pflanzensaft enthaltenen Zucker als Honigtau aus. Diesen wiederum nehmen die Bienen auf und wir Menschen können ihn dann z. B. als Tannenhonig kaufen.

 

Ich weiß, dass wenige Sätze den vielfältigen Aufgaben des Imkers nicht gerecht werden können; denn er hat es mit abertausenden von Lebewesen zu tun, die gepflegt und betreut werden müssen, die aber auch erkranken und sterben können.  Hierzu ein paar Stichworte: Intensive Bewirtschaftung der Felder mit Monokulturen; häufiges Mähen, so dass kaum noch über längere Zeit Pflanzen blühen; Einsatz von Pestiziden, Insektiziden und Herbiziden; Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und genmanipuliertem Saatgut; die Varroa-Milbe und neue Krankheitserreger …

Biene sammelt Honigtau

Im Sommer muss der Imker nachschauen, ob die Bienen genug Futter (Honig) haben und ob die Königin noch lebt. Er entfernt die Schwarmzellen, damit die Bienen mit ihrer alten Königin schwärmen und nicht viele neue heranziehen. Kranke Tierchen müssen behandelt werden. Dann wird der Honig entnommen, die Waben entdeckelt, der Honig geschleudert, abgeschäumt, in saubere Gläser gefüllt. Der meiste Honig wird im Spätherbst und Winter vermarktet. Für die nächste Saison stellt der Imker Rähmchen her, in denen die Bienen ihre Waben bauen können und fertigt neue Bienenwohnungen.