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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Tierkommunikation

Ich bemühte mich, nicht zu denken und hatte so die ersten Schwierigkeiten, meine Verbindung zu halten. Glücklicherweise war der “Übungshund” sehr erfahren, denn wir probierten zuerst mit Susannas eigenen Hunden. Er hat es mir nicht übel genommen, dass ich so unsicher war. Wir sollten einige festgelegte Fragen stellen. Nach dem Gespräch wurden die Antworten gesammelt und von Susanna bewertet. Ich war erstaunt, wie viele “Treffer” ich gelandet hatte, dachte ich doch, die Gedanken kämen aus meiner Fantasie. Einigen Teilnehmern erging es wie mir, andere hatten gar keine Probleme und konnten sich sofort in Sätzen mit den Tieren unterhalten. Zwei Teilnehmer hatten gar keinen Kontakt aufbauen können.

 

Nun ging es an die Gespräche mit den Tieren von uns Teilnehmern. Jeder Teilnehmer hatte sechs gute Fotos von seinem eigenen Tier mitgebracht. Wichtig hierbei war es, dass die Augen besonders gut zu erkennen waren. Da wir während der Pause nichts über unser eigenes Tier erzählen durften, hatten wir somit auch keine Informationen. Wir sollten wirklich nichts von den Tieren wissen. Den ganzen Nachmittag über sprachen wir, in Gruppen unterteilt, mit den Tieren der Teilnehmer. Wir bekamen ein paar festgelegte Fragen vorgegeben, der Besitzer durfte sich aber auch eine Frage ausdenken, die wir stellen sollten. Einige von uns konnten es sich gar nicht vorstellen, dass die Tiere sich auf so viele Leute konzentrieren konnten. Immerhin bestand jede Gruppe aus drei bis vier Teilnehmern und auch Susanna sprach mit jedem Tier. Wir hatten doch alle schon Schwierigkeiten mit der Konzentration auf ein Tier.


Susanna erklärte uns, dass Tiere multitaskingfähig sind und es für sie kein Problem darstellt, sich auf sechs oder sieben verschiedene Dinge oder Personen gleichzeitig zu konzentrieren. Es könne halt sein, dass es mal eine längere Pause gibt, wenn das Tier gerade mit einem anderen Teilnehmer spräche, aber grundsätzlich wäre das kein Problem für die Tiere. Und es stimmte: Tatsächlich hatte keines der Tiere ein Problem damit, uns allen zu antworten. Nach jeder “Gesprächsrunde” verglichen und besprachen wir die Antworten. Vor der letzten Gesprächsrunde nahm Susanna sich zwei der Teilnehmer zur Seite, die Probleme mit der Kontaktaufnahme hatten und übte mit
ihnen an ihren Hunden, während wir anderen mit den letzten Teilnehmer-Tieren sprachen. Meine Karla war auch dabei und ich bekam genau die Antworten, die ich erwartet hatte. Karla sprach sehr deutlich und klar mit den Teilnehmern und hatte Spaß daran, Dinge zu erzählen, nach denen gar nicht gefragt wurde. Diese Antworten brachten noch einige Lacher ein und so endete dieser lange, sehr interessante aber auch energieraubende Tag. Natürlich folgte ich Susannas Aufforderung, viel mit verschiedenen Tieren zu üben. Ich merkte, wie ich immer entspannter und sicherer in der Kontaktaufnahme wurde. Bei einem Hund spürte ich während des Gespräches ein Stechen im Ohr und er sagte mir, dass ihm das rechte Ohr weh täte. Und siehe da: Der Hund hatte genau dort eine, bislang noch unentdeckte Entzündung. Auch mit meinen eigenen Hunden kann ich immer besser kommunizieren und besonders Karla spricht mich öfter mal an und fragt oder wünscht sich Dinge.

 

Die Tierkommunikation hat mein Leben bereichert, mir eine Tür geöffnet, Tiere bzw. meine Tiere besser zu verstehen. Tierkommunikation hat nichts mit “Hokuspokus” oder “Hellsehen” zu tun. Es ist lediglich eine andere Art der Kommunikation, die jeder erlernen kann, wenn er mit sich im Reinen ist, sich selbst und seinen Gefühlen und Wahrnehmungen vertraut und sich völlig vorurteilsfrei darauf einlassen mag und kann.

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Autor: Silke K.

 

Copyright Fotos: Silke K.