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BeagleFriends - DAS Magazin |
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In dieser Ausgabe: |

Die AusbildungDie Ausbildung bis zum geprüften Rettungshund dauert zwei bis drei Jahre und fordert viel Einsatz von Hund und Hundeführer. Die Ausbildung des Hundes findet zwei- bis dreimal wöchentlich statt, wobei eine Übungseinheit nicht nur eine Stunde dauert, sondern in der Regel einen ganzen Nachmittag oder Abend in Anspruch nimmt. Gerade zu Beginn der Ausbildung arbeitet der eigene Hund wenig und nur kurze Einheiten, muss danach lange im Auto warten, während die anderen Hunde arbeiten.
Mit der Ausbildung des Hundes ist es aber noch nicht getan, denn auch der Hundeführer muss viele Schulungen absolvieren. So gehört ein Funklehrgang, ein Lehrgang in der ersten Hilfe am Hund sowie eine Sanitätshelferausbildung zu den Voraussetzungen eines Rettungshundeführers. Auch diese Ausbildung nimmt viel Zeit in Anspruch und sollte nicht außer acht gelassen werden.
Das Abenteuer RettungshundestaffelRettungshundearbeit ist Teamarbeit. Man darf sich nicht scheuen, seine eigenen Bedürfnisse zurück zu stecken, für andere viel Zeit zu opfern und muss immer einsatzbereit sein. Es zählt nicht, ob es der eigene Hund war, der Leben retten konnte, sondern ob Leben gerettet wurde. Es zählt das ganze Team Rettungshundestaffel und muss funktionieren.
Anforderungen an den HundeführerAlle, die nach einer abwechslungsreichen Sportart suchen, können jetzt getrost den nächsten Artikel im Beagle-Magazin lesen. Du suchst Anerkennung und möchtest gern auch mal in der Zeitung stehen? Auch hier viel Spaß in einem anderen Bereich der Arbeit mit Hunden. Ich setze die Anforderung an den Hundeführer bewusst vor die Anforderungen an den Hund, denn der Hundeführer ist ein genauso wichtiger Bestandteil des Teams. Ist er nicht geeignet für die Rettungshundearbeit, so nützt der beste Hund nichts.
Die Rettungshundearbeit ist kein Sport, sondern, wie der Name eigentlich schon sagt, eine ernsthafte Arbeit. In der Regel finden Einsätze von Rettungshunden ohne Kenntnis der Öffentlichkeit statt. Wenn es hoch kommt, erscheint in einem Zeitungsartikel vielleicht noch ein kleiner Nebensatz, dass eine Staffel eingesetzt wurde. Solche großen Berichte, wie über den ASB-Rettungshund Christo, der das kleine Mädchen in Velbert in einem Kanalschacht gefunden hat, sind die absolute Ausnahme. Der Drang nach öffentlicher Aufmerksamkeit sollte es also nicht sein, was einen zur Rettungshundearbeit ziehen sollte. Aber was ist es dann?
Natürlich ist es auch die Arbeit mit dem Hund, der durch die Aufgabe ausgelastet und zufrieden ist und sich wohlig nach einem erfolgreichen Training in sein Körbchen kuschelt. Wie oft freue ich mich, wenn ich sehe, wie glücklich und zufrieden meine Hunde nach einem Trail zurück zum Auto trotten. Aber in erster Linie sollte es die Gewissheit sein, Menschenleben retten zu können und damit Leid zu mindern oder zu verhindern. Dabei muss es dem einzelnen Staffelmitglied egal sein, ob der eigene Hund letztlich zum Erfolg gekommen ist und gefunden hat oder ob es ein Kollege war. Denn jeder einsatzfähige Hund geht auf das Konto der ganzen Staffel. Jeder Hundeführer steckt fast genauso viel Arbeit in die Ausbildung des Hundes eines Kollegen wie in die Ausbildung des eigenen Hundes.
Neben einer guten Teamfähigkeit muss der Hundeführer aber auch eine gute psychische und physische Belastbarkeit mitbringen. Je nach Einsatzgebiet können verzweifelte Angehörige am Einsatzort auf das Eintreffen der Staffel warten und ihre ganze Hoffnung auf die Hunde setzen. Kann man damit umgehen? Außerdem ist es in jeder Sparte durchaus wahrscheinlich, irgendwann einmal eine Leiche in unterschiedlichem Zustand zu finden. Die wenigsten Hundeführer kommen aus dem medizinischen Bereich und hatten schon einmal Kontakt mit Schwerverletzten, Verstümmelten oder gar Toten. Daher spielt dann der Staffelrückhalt eine wichtige Rolle, damit das Erlebte verarbeitet werden kann. |