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BeagleFriends - DAS Magazin |
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In dieser Ausgabe: |

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Dogdance wird ja immer noch gern belächelt, aber damit habe ich als Beaglehalterin echt kein Problem, man nimmt ja vieles im Leben mit Humor, wenn man Beagles hält. Ich wusste aber schon längst, dass da mehr hinter Dogdance steckt und jetzt wurde mir das von professioneller Seite bestätigt. Aber von vorne:
Mein älterer Rüde Lou litt unter undefinierten Beschwerden, die sich vor allem auf sein Gemüt auswirkten und nicht direkt zu lokalisieren waren. Glücklicherweise konnten wir nach einer langen Odyssee herausfinden, dass sie ihren Ursprung in Lous schlechter Hüfte hatten. Bei ihm wurde eine mittelschwere HD diagnostiziert, die rechts schwerer als links war. Ich machte mir natürlich Vorwürfe. Bis vor kurzem hatte Lou noch an Turnieren teilgenommen und auch regelmäßig trainieren dürfen. Bis eben diese merkwürdigen Ausfallerscheinungen und seine schlechte Laune sich breitmachten. Meine Selbstzweifel wurden mir aber von mehreren Physiotherapeuten und Tierärzten genommen. Ich hätte mit dem Dogdance-Training sogar positiv dazu beigetragen, dass Lous Beschwerden erst jetzt zu Tage kommen. Wieso?
Durch das behutsame Training vieler Muskelgruppen beim Dogdance bzw. Tricktraining wäre Lou extrem gut bemuskelt. Viel wichtiger jedoch, er wäre ausgewogen bemuskelt. Da ich immer Wert darauf gelegt hatte, Tricks beidseitig zu üben, und ggf. die Seite besonders zu fördern, die Lou nicht von sich aus anbot, war er eben schön ausbalanciert. Lou konnte und kann eben nicht nur links Fuß gehen oder eine Drehung nach rechts, sondern auch andersherum. Dieses Fördern von beiden Seiten und die damit verbundene Stärkung der Seite, die tendenziell schwächer war, habe Lou vor einem früheren Auftreten von Schmerzen bewahrt. Ich war zunächst baff und musste natürlich nachfragen, ob es denn nicht besser gewesen wäre, ich hätte gar keinen Sport mit Lou betrieben? Die Antwort der Experten war eindeutig. Die HD wäre früher oder später aufgetreten, entweder durch Lous frühe Lebensumstände (wir haben ihn aus zweiter Hand, er kommt vom Massenzüchter) oder durch seine Genetik. Unser Glück war eben, welchen Sport wir gemacht haben. Auf der Skala unseres Osteopathie-Tierarztes rangiert Dogdance, sofern sinnvoll betrieben, ganz vorne auf der Skala der Sportarten, die dem Körper des Hundes sehr gut tun. Obedience ist auch weit vorne mit dabei, durch das einseitige Fusslaufen können jedoch eher Fehlbelastungen entstehen, und dass Agility sehr belastend ist, versteht sich von selbst.
Natürlich ist es wichtig, Dogdance in Maßen zu betreiben, denn nur dann kann es gesund sein. Das bedeutet eine beidseitige Ausbildung, keine unnatürlichen Elemente und kein übertrieben langes Zeigen von Elementen. Der Übungsaufbau spielt natürlich zusätzlich eine immens wichtige Rolle. Ein Hund, der blind einem Leckerlie hinterher geiert und nicht selbst nachdenkt, welche Muskelgruppen er gerade bewegt, kann nicht mehr Körpergefühl und Balance erlangen. Und es geht ja nicht nur um die Muskeln. Ich weiß von einem Fall, bei dem das gut ausgebildete, weil sehr gut verknüpfte Gehirn eines Hundes diesen vor lang bleibenden Schäden nach einer Kopfverletzung schützte. Dieser Hund wurde viel über Shaping ausgebildet, hatte also gelernt, sich Dinge selbst zu erarbeiten und seine Synapsen schienen dadurch besser miteinander verbunden zu sein, was es ihm ermöglichte, die Beeinträchtigungen durch die Verletzung aufzufangen.
Und was bringt Dogdance dem Menschen? Naja, abgesehen von hoffentlich ähnlichen Effekten auf dessen Muskulatur, kommt dann ja noch die Musik ins Spiel. Laut einer Studie des Psychologen und Neurowissenschaftlers Dr. Daniel J. Levitin können bestimmte Arten von Musik chemische Reaktionen im Gehirn aktivieren, die in neuronalen Netzen die Produktion von Dopamin, dem so genannten Glückshormon, anregen. Musik funktioniert also ähnlich wie Schokolade oder Drogen. Ob das bei Hunden genauso ist, konnte ich bisher noch nicht herausfinden, wenn ich meine Jungs beim Anschalten der Musik fröhlich wedeln sehe, bin ich mir jedoch fast sicher. Wenn da nicht die klassische Konditionierung wäre, die sie vielleicht einfach gelehrt hat: Musik = Training = Futter/Spiel. Aber wer weiß? |
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Carmen Mayer |
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Nicht bloß eine Sportart mit Funfaktor |