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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Der Wecker auf meinem Nachtschränkchen zeigt kurz nach neun, als mich irgendetwas recht unsanft aus dem Schlaf reißt. Es ist Oskar, der mir mit seiner Pfote in meinem Gesicht zu verstehen geben will, dass es Zeit ist, endlich aufzustehen. Picasso, der hektisch Schwanz wedelnd neben dem Bett steht, scheint das gleiche zu denken. Nach der alltäglichen, morgendlichen Begrüßungszeremonie pelle ich mich aus den Federn und lasse meinen Blick aus dem Fenster schweifen. Schnee und strahlend blauer Himmel! Schon seit Tagen sind die höheren Lagen des Vogelsberges in eine dicke Schneeschicht gehüllt. Die täglichen Spaziergänge gestalten sich mittlerweile recht beschwerlich, da die Wald- und Wiesenwege auf Grund der weißen Pracht schon lange nicht mehr ohne größeren Kraftaufwand begehbar sind.

Winterwanderung

Bereits eine halbe Stunde später sitze ich mit Kamera, Leckerlies und beaglegerechter Leinenausstattung in meinem Auto und fahre Richtung Hoherodskopf. Der Hoherodskopf ist mit dem Auto bis zum oberen Plateau befahrbar und bereits ab dem Luftkurort Schotten ausgeschildert. Nach nicht ganz 10 Minuten Fahrt rollen wir auf dem Parkplatz „Taufsteinhütte“ ein, der sich als Ausgangspunkt für Wandertouren sehr gut eignet. Der Parkplatz ist kostenlos und bietet ausreichend Parklücken. Wie zu Erwarten haben wir den Parkplatz unter der Woche ganz für uns, nur zwei Autos haben sich nach hier oben verirrt. Oskar kann es kaum erwarten endlich auszusteigen und tut dies mit lautem Gebelle kund. Wir starten unsere Tour in Richtung Forellenteiche bzw. Niddaquelle, was ab dem Parkplatz ausgeschildert ist. Wir lassen das Restaurant „Taufsteinhütte“ links liegen und betreten den märchenhaft verschneiten Wald. Nun heißt es Leinen los! Tipp: Wer einmal einen Hund hatte, der den kleinsten Augenblick von Unachtsamkeit ausnutzte, um dann durch den Hintereingang in die Restaurantküche zu verschwinden, sollte bis mindestens zum Beginn des Waldes abwarten.

 

Die beiden Chaoten sind in ihrem Element. Flitzen, rennen und durch den Schnee toben. Oskar ist besonders gut drauf und rempelt Picasso lautstark um, der sich gefühlte hundertmal überschlägt. Ich beobachte die beiden, die den Schnee offensichtlich genießen.

 

Nach einigen Minuten verlassen wir den Wald und gelangen an den oberen Forellenteich. Der Blick über den mit Schnee bedeckten See hinüber zu den dick vereisten Tannen ist jedes Mal toll. Wir nehmen den dammähnlichen Wanderweg, der direkt entlang des oberen Forellenteiches führt.

Winterlandschaft Hoherodskopf, Richtung Niddaquelle

Väterchen Frost mitten in Hessen

Cecily Vogelsteller

Während des Frühstücks überlege ich, was ich mit meinem freien Tag mitten unter der Woche und solch herrlichem Wetter anfangen könnte.

 

Ein kurzer Blick ins Internet auf die Webseite www.hoherodskopf.net überzeugt mich zu einem ausgiebigen Winterspaziergang auf dem Hoherodskopf, dem größten bereits erloschenen Vulkan in Europa. Wie ich den Informationen entnehme, herrscht auch dort oben klare Sicht bei zum Teil über 90 Zentimetern Schnee.