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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Beerenobst
Pflanzen

Beerensträucher waren ursprünglich ausschließlich in der Natur beheimatet. Einige Arten hielten jedoch bereits im Mittelalter als gezähmte Wilde Einzug in mitteleuropäische Gärten, andere erst im 19.Jahrhundert. Ich beschränke mich in diesem Artikel auf die häufig gepflanzten Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Landläufig werden die Früchte dieser Sträucher und Halbsträucher als Beerenobst bezeichnet, auf Grund der gemeinsamen Eigenschaften: klein, weich, rundlich, essbar, mehrjährig. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass uns die beiden erstgenannten - Brombeere und Himbeere – versuchen, einen Bären aufzubinden. Denn botanisch gesehen, haben wir es bei ihren Früchten nicht mit Beeren zu tun, sondern mit Sammelsteinfrüchten, die aus vielen kleinen Einzelfrüchten zusammengesetzt sind und jeweils einen Samen in sich tragen.

 

 

Instinktsichere und lerneifrige Hunde

 

Beobachtungen von Hundehaltern und wissenschaftliche Studien belegen, dass viele Tiere bei Unpässlichkeiten instinktsicher heilende Pflanzen suchen und fressen. Bereits vor etlichen Jahrzehnten machte Juliette de Bairacli Levy in Veröffentlichungen darauf aufmerksam, dass Wildtiere zur natürlichen Wurfzeit im Frühling sogenannte Trächtigkeits- und Geburtskräuter zu sich nehmen, insbesondere Schösslinge wilder Himbeeren. BeagleFriends berichten, dass es unter ihren Hunden Weidenrindenager, Queckengrasfresser, Goldrutenfans, Kalmuswurzelknabberer, Brombeerblattkauer und Naschmäuler gibt, die sich von der Pflanze gepflückte Erdbeeren einverleiben oder zur Reifezeit des Beerenobstes gern die Sträucher im Garten plündern.

Gesunde Beeren und heilsame Blätter für unsere Beagles

Aber nicht nur der Instinkt leitet die Hunde. Es kann sich beim Pflanzenfressen auch um erlerntes Verhalten handeln. Im Familienrudel lebende Welpen und Junghunde werden durch ältere, erfahrene Tiere, die eine Speichelspur legen, auf fressbare und heilsame Früchte, Blätter und Rinden aufmerksam gemacht und zum Kosten animiert. So zeigte im Juli vorigen Jahres Christines 10jährige Ayla meinem Henry, wie sie reife Stachelbeeren geschickt mit dem Maul aus dem bewehrten Strauch herauszupfte und sich schmecken ließ. Henry, der bis dahin mit seinem Halbbruder Jonas nur Erdbeeren direkt von den Pflanzen gefressen hatte, beobachtete Aylas Tun sehr aufmerksam und nach einer Weile ahmte er sie nach.

Fredo labt sich an schwarzen Johannisbeeren

Ayla erntet im Stachelbeerstrauch