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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Cauda Equina Syndrom
Diagnose: CES

Im Februar 2007 fiel uns auf, dass Silkas Gangbild sich verändert hatte. Was genau anders war, konnte ich gar nicht so genau sagen. Sie lief irgendwie „unrund“. Im Zusammenhang mit einer Nachsorgeuntersuchung einer vorangegangenen Bauch-OP wurde auf einem Röntgenbild zufällig  das „Cauda Equina Syndrom“ (CES) festgestellt.

 

Cauda Equina bedeutet ein Einengen der Nervenwurzeln im Bereich Lendenwirbel-Kreuzbein. Sehr häufig sind sportliche Rassen betroffen, es kann aber auch eine Veranlagung des Hundes sein. Mit dem Voranschreiten der Krankheit kommt es zunehmend zu Einschränkungen im Nervenbereich. Das wiederum führt dazu, dass der Hund die Pfoten nicht mehr richtig anheben kann und beim Laufen mit den Pfoten über den Boden schleift. Da unter anderem auch die Bandscheiben eingeklemmt werden und dadurch anschwellen, bereitet das dem Hund zusätzliche Schmerzen. Der Hund zeigt die Schmerzen durch Beißen an den Pfoten, steifen Gang, Lahmheit und Zögern vor dem Sprung, z.B. auf die Couch. Sollte das CES unbehandelt bleiben, kann es in folge zu Lähmungen der Hinterhand, des Schließmuskels und der Blase kommen. Das heißt, der Hund kann Urin- und Kotabsatz nicht mehr kontrollieren.

 

Wir waren erschrocken, hatten mit so einer Diagnose nicht gerechnet. Was bedeutete das jetzt für uns? Silka sollte nicht mehr aufs Sofa springen, nicht mehr am Fahrrad laufen, am besten keine Treppen mehr steigen, nicht mehr auf den Hinterbeinen hüpfen, kein „Erdmännchen“ mehr machen. Bei Temperaturen unter 10 Grad nur noch mit Mantel raus…

 

Als Schmerzmittel bekam Silka „Rimadyl“. Das half zunächst, sorgte aber auch dafür, dass es Silka so gut ging, dass sie natürlich hüpfte, aufs Sofa sprang etc. Zudem trafen wir unsere TÄ einmal die Woche in der Praxis zum „Quaddeln“. Hier wurde ihr mit einer feinen Nadel entlang der Wirbelsäule sowie in die Pfötchen ein entzündungshemmendes und schmerzstillendes Mittel gespritzt. Das tat Silka sichtlich gut. Sie bewegte sich nach dem Quaddeln deutlich befreiter.

 

Über ein Jahr später bekamen wir die Chance, Silka in Lüneburg bei einem Spezialisten operieren zu lassen. Er hatte ein neues Verfahren entwickelt, mit dem man die OP minimalinvasiv (= mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen) machen konnte, statt dem Patienten den Rücken zu öffnen. Das bedeutete natürlich für den Hund auch weniger Strapazen und eine wesentlich kürzere Wundheilungszeit.