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Seite 44 |
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BeagleFriends - DAS Magazin |
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In dieser Ausgabe: |

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Nachdem wir den Teich passiert haben, gelangen wir an eine T-Kreuzung, in die wir rechts einbiegen (Richtung Niddaquelle, siehe Beschilderung). Vor uns liegt ein breiter Weg, der wie viele andere Wege im Oberwald auch, in den schneereichen Wintermonaten oft geräumt ist und das Laufen angenehmer macht. Wir folgen dem Weg bis vor zur Ringstraße. Etwa 20 Meter vor der Ringstraße führt ein schmaler Pfad nach links, über den wir nach weiteren 20 Metern zum Parkplatz „Niddaquelle“ gelangen. Nicht ein einziges Auto hat sich hierher verirrt. Als Hundehalter genieße ich solche menschenleeren Gebiete, da ich dadurch nicht ständig dazu angehalten bin, meine Hunde heran zu rufen und gegebenenfalls anzuleinen. Natürlich begegnet man an Wochenenden, vor allem bei solch tollen Wetter, weitaus mehr Menschen. Wie der Taunus und die Rhön bietet auch der Hohe Vogelsberg bzw. das gesamte Gebiet um den Hoherodskopf neben dem Skibetrieb zahlreiche Wanderwege und das mitten im schönen Hessenland. Nichtsdestotrotz ist der Hohe Vogelsberg bis jetzt ein Geheimtipp und selbst an den Wochenenden noch nicht ganz so überlaufen wie andere Regionen.
Nachdem ich meine Hunde angeleint habe, überqueren wir am Parkplatz „Niddaquelle“ die Ringstraße und folgen dem gegenüberliegenden Weg in Richtung Niddaquelle. Links neben uns schlängelt sich der Niddagraben entlang des Weges. Rechts erhascht man immer wieder einen tollen Blick auf die verschneiten Wiesen des Hochmoors. Oskar und Picasso sind bereits wieder offline, als Oskar in einer Affengeschwindigkeit nach vorne durchstartet. Mit einem Urschrei versuche ich den Chaoten zu stoppen, da ich Wildsichtung vermute. Picasso, durch mein Geschrei angestachelt, schließt sich seinem Kumpanen an und gibt Vollgas. Wie ich diese Hunde hasse! Mein Puls rast und ich versuche das Tier der Begierde ausfindig zu machen. Kein Hase, kein Fuchs, kein Reh. Während ich mich noch frage, was sie nur gesehen haben könnten, legt Oskar eine Vollbremsung ein, vollführt eine etwas ungesund aussehende Kehrtwendung und nimmt in enormen Tempo Kurs auf mich. Oskar hat sich kurzerhand eine weiße Augenfarbe und tollwutähnliche Verhaltensweisen zugelegt. Von wegen Wildsichtung – der Herr hat einen Flitz! Auch Picasso wird bewusst, dass es hier wildmäßig nichts zu holen gibt und geht fortan in Deckung. Oskar wird in den kommenden Sekunden alles mitnehmen, was sich ihm in den Weg stellt. |

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Dammweg, oberer Forellenteich |
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Die beiden Chaoten schnüffeln hier und da und als ich mich nach ein paar Metern umdrehe, ist Picasso plötzlich verschwunden. Leichte Nervosität macht sich in mir breit - bis auf den See und die danebenliegende große Wiese sind wir ringsherum von Wald umgeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Beagle gleich eine Wildspur aufnehmen und dann für alle hörbar laut keifend durchs Unterholz sprinten wird, ist hier oben in etwa 700 Meter Höhe gar nicht so gering. Und während ich mich suchend umblicke, entdecke ich ihn etwas abseits von mir beim Kampf mit einer Schneewehe bzw. beim Versuch, dieser zu entkommen. Ich muss beim Anblick des wild strampelnden Hundes lachen und feure ihn tatkräftig an, noch einmal alle Kräfte zusammenzunehmen, um sich zu befreien. |
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Der Spaß der Hunde kommt nicht zu kurz. |
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Wir folgen dem geschlängelten Weg, den immer wieder hohe Bäume säumen und gelangen irgendwann an die Niddaquelle. Völlig unspektakulär liegt sie vor uns – eine Pfütze … ähm, die Niddaquelle. Weitaus spektakulärer ist dagegen das Ehepaar, das sich uns nähert. Wer hätte gedacht, dass wir heute tatsächlich noch einmal einer Menschenseele begegnen. Einen kurzen Moment legen wir eine Pause ein, setzen dann aber unsere Wanderung fort. Wir folgen dem schmalen Weg weiter bis zur nächsten T-Kreuzung, an der wir nach rechts abbiegen. |