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Seite 7 |
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BeagleFriends - DAS Magazin |
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In dieser Ausgabe: |

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Ich rutschte immer tiefer in eine handfeste Krise. Ich konnte nicht mehr schlafen, war traurig und habe viel geweint. Ich tat jedoch vor anderen so, als ob es mir relativ gut ginge.
Anfang Dezember war ich dann völlig am Ende. So konnte es nicht weiter gehen. Meine ganze Familie sorgte sich um mich. Sie lenkten mich ab, versuchten mich aus meiner Isolation zu holen. Sie machten Termine mit Vermittlungsstellen für Beagle aus. Alles nur, damit ich aus meiner Lethargie komme. Aber ich war noch nicht so weit, ich wollte noch nicht. Ein neuer Hund wäre ein Verrat an Amy gewesen. Man ersetzt einen toten Hund nicht durch einen Neuen. Irgendwie fühlte ich mich schuldig an Amys Tod.
Dann kam der 17.12.2010. Ich stöberte im Internet und sah plötzlich Yara auf einer Seite. Ich wusste sofort, das ist unser neuer Hund. Beagle, weiblich, aber vom Aussehen und von den Anlagen ganz anders als Amy. Ich hatte sofort ein ganz gutes Gefühl. Gesagt, getan. Am einzigen schneefreien Tag sind wir nach Melsungen gefahren, um uns Yara anzuschauen. Wir hatten immer die Option, den Hund, falls wir nicht zurechtkommen, zurück zu bringen.
Aber Yara ist einfach Yara. Komplikationslos, liebenswert, für uns einfach der perfekte Begleiter.
In dem Moment, in dem Yara einzog, konnte ich mit der Trauerarbeit beginnen. Anfangs sind mein Mann und meine Kinder viel mit Yara spazieren gegangen. Nach und nach bin ich dann auch dazu gekommen. Sie hat mich wieder auf die Beine gebracht.
Raus in die Natur, raus in den Wald und Hundemenschen treffen. Trübsal und Kummer vergessen. Beruflich bin ich auch wieder aktiv. So langsam geht es wieder aufwärts.
Aber es gibt immer noch die Momente, in denen ich sehr um Amy trauere. Trauer ist keine Krankheit, aber sie kann eine Krankheit werden.
Trauer ist ein Schutz, der die Möglichkeit schafft, sich auf ein Leben nach dem Verlust des geliebten Tieres vorzubereiten.
Wenn ich nach 10 Stunden Nachtdienst mit Yara unterwegs bin, bin ich eigentlich mit zwei Hunden unterwegs. Morgens, zu ganz früher Stunde, fühle ich mich Amy sehr verbunden. Aber Amy ist tot und Yara bereichert unser Leben.
Sie ist unser Sonnenschein und für mich noch viel mehr. Für mich ist die Trauerarbeit noch nicht abgeschlossen. Ich merke, dass ich noch sehr nah am Wasser gebaut bin, wenn der Name unserer Amy fällt.
Ich habe den Schmerz, die Leere und den Verlust von Amy sehr schnell und intensiv gespürt. Sie fehlte mir schon, als sie tot in meinen Armen lag.
Ich denke, dass mit diesen Zeilen wieder ein Stück Trauerarbeit geschafft ist. Mit der Hilfe meiner Familie und Yara glaube ich, dass ich auf einem guten Weg bin. |
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Copyright Fotos: Leni Schlüter |