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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Vegane Ernährung bei Hunden?
Vegane Ernährung

Was ist das überhaupt: VeganeErnährung?


Wikipedia definiert Veganismus als eine „vorwiegend ethisch begründete Einstellung und Lebensweise, welche die Nutztierhaltung und den Konsum tierischer Produkte ablehnt“.
So weit, so gut.

 

Mag sein, dass jemand persönliche Gründe, moralische Bedenken oder ökologische und tierrechtliche Motive hat, die ihn zu dieser Einstellung und Lebensweise veranlassen. Darum geht es mir nicht. Ich frage mich vielmehr, warum man sich einen Hund anschafft, wenn einen dann die Ernährung eines Fleischfressers in derartige Gewissenskonflikte bringt? Warum muss ich meine Lebensweise, Einstellung oder Religion auf mein Haustier übertragen? Zumal es noch nicht mal die Wahl hat und sich dazu irgendwie äußern könnte. Ist das aus tierrechtlicher Sicht überhaupt in Ordnung? Ich gehe sogar noch weiter und frage mich, ob der mir anvertraute Hund oder die Katze nicht in gewisser Weise auch als Nutztier angesehen werden kann. Als Freund, Begleiter, Gesellschafter oder sogar Arbeitstier nutzt er dem Menschen ja allemal. Wenn man das Tier fragen könnte, was es von unserer Gesellschaft hält, was würde es wohl antworten? Und wenn es sowohl gesellschaftlich als ernährungstechnisch die Wahl hätte, wen und was würde es wählen?

 

Die Befürworter der veganen Hundeernährung argumentieren oft, dass die Tötung anderer Lebewesen zur Ernährung unserer Kuscheltiere sich nicht rechtfertigen lasse. Das ist schlichtweg  übertrieben. Ich behaupte sogar, dass kein einziger Mensch in den mittlerweile tausenden von Jahren, in denen er sich Hunde hält, auch nur ein Tier für die Ernährung eines Hundes getötet hat. Hunde bekamen und bekommen schon immer das, was übrig bleibt. Das war schon früher so und ist in der heutigen Zeit nicht anders. Der Tierschutzbund hat festgestellt, dass die aus menschlicher Ernährung und Industrie anfallenden Reste genügen, um den Bedarf an Fleisch für Hunde- und Katzennahrung vollkommen abzudecken. Es ist also nicht notwendig, auch nur ein einziges, zusätzliches Tier zum Zwecke der Herstellung von Hunde- oder Katzennahrung zu töten. Die gesamte Futtermittelindustrie ist nur dazu da, um jährlich Millionen Tonnen von Industrie- und Schlachtabfällen zu entsorgen. Das man daraus auch mit viel guter Werbung "Premiumfutter“ machen kann, ist dabei nur ein (nützlicher?) Nebeneffekt. Wer mittlerweile noch glaubt, das auch nur ein Huhn oder eine Kuh getötet wird, um zu Hundefutter verarbeitet zu werden, der irrt gewaltig.

 

Aber zurück zur Futterfrage. Hat nicht jeder Halter aus tierrechtlicher Sicht die Pflicht, sein Haustier nach bestem Wissen und Gewissen zu halten und zu ernähren? Und damit meine ich nicht die Nahrung in ihre Einzelbestandteile wie Proteine, Enzyme und Aminosäuren zu zerlegen, um diese dann weitestgehend und bestmöglich durch rein pflanzliche Bestandteile zu ersetzen, sondern seinem Haustier nach Möglichkeit eine artgerechte und natürliche Nahrung anzubieten.

 

Bei der verganen Nahrungsmethode wird ganz einfach angenommen, dass man alles, was der Hund an Eiweiß, Fetten, Vitaminen und Spurenelementen für den Erhaltungsstoffwechsel benötigt, auch einfach durch rein pflanzliche Nahrung ersetzen kann. Leider wird dabei vollkommen außer acht gelassen, dass jedes Lebewesen hauptsächlich frische und abwechslungsreiche Nahrung benötigt.

 

Im Prinzip ist es egal, ob die Aminosäuren nun vom Rind oder z. B. aus Erbsen kommen. Fakt ist, dass Rind noch weit mehr Nährstoffe liefert, die der Hund wirklich braucht. Hinzu kommt, dass der Hund vielleicht 5 % aus den Erbsen wirklich verwerten kann und den Rest wieder ausscheidet. Außerdem müssen pflanzliche Bestandteile mechanisch oder chemisch aufbereitet werden, damit diese ein Carnivor überhaupt verwerten kann – was immer er letztendlich überhaupt wirklich verwertet. Und er braucht bei einer veganen Ernährung viel mehr davon, um auf dieselbe Menge Energie zu kommen, die er sonst aus tierischen Bestandteilen beziehen würde.