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BeagleFriends - DAS Magazin

In dieser Ausgabe:

Leinensalat

Die Schleppleine

Die Schleppleine ist eine lange (ab 3m aufwärts) Leine, deren Namen daher rührt, dass der Hund diese Leine hinter sich herzieht, d.h. schleppt. Der Variabilität sind hier keine Grenzen gesetzt, sowohl was das Material betrifft als auch die Länge und Ausführung. Auch hier kann man wählen zwischen Leinen mit oder ohne Handschlaufe. Gerade wenn der Hund die Leine hinter sich herziehen soll, ist in der Regel die Ausführung ohne Handschlaufe praktischer, da diese nirgendwo hängen bleiben kann.

Verwendung: Im Training, zum Einüben des sicheren Abrufs; auf alltäglichen Spaziergängen, wenn der Hund (noch) nicht frei laufen kann/darf, um ihn einen größeren Radius  zu ermöglichen; bei der Arbeit mit dem Hund, z.B. Mantrailing, Fährten.

 

Vorteile: Bei der Arbeit mit Schleppleine liegt der Vorteil darin, dass Hunden, die nicht ohne Leinen laufen können (da sie nicht über den erforderlichen Grundgehorsam verfügen), in einem größeren Radius ihre Umgebung erkunden und daher mehr Umwelterfahrung sammeln können. Dies betrifft auch den Kontakt mit anderen Hunden.

 
Es liegt kein ständiger Zug auf der Leine wie z.B. bei der Flexileine (s.u.).


Des weiteren verwendet man diese Leine, um den sicheren Rückruf zu trainieren, aber auch z.B. beim Apportiertraining, Fährten und Mantrailing ist eine Schleppleine von Vorteil bzw. notwendig.
Beim konsequenten Einsatz einer Schleppleine mit definierter Länge, lernt der Hund mit der Zeit, einen gewissen Radius einzuhalten. Viele Hunde übertragen diesen Radius auch in den Freilauf.

 

Nachteile: Je nach Länge der Leine ist die Schleppleine manchmal nicht mehr gut händelbar (bzgl. Aufnahme der Leinenschlaufen).

 
Hinzu kommt, dass die Leine unter gewissen Witterungs- und Umgebungsbedingungen durch die Aufnahme von Nässe und Schmutz sehr schwer werden kann. Dies ist abhängig vom Material und Länge der Leine (Leder-, Biothane-, kunststoffummantelte und spezielle Nylonleinen nehmen eher weniger an Gewicht zu). Es hat zur Folge, dass der Hund ein großes Gewicht ziehen muss, was für die Erziehung von Leinenführigkeit eher unproduktiv ist (jeder kann ja mal seine Schleppleine wässern und eine Weile hinter sich über einen Feld- oder Waldweg herziehen).


Es passiert relativ häufig, dass die Schleppleinen verhaken (Grasbüschel, Äste, Sträucher, Baumstämme usw.) und dann ein abrupter Ruck auf den Hund erfolgt (passiert z.B. auch, wenn der Mensch auf die Leine tritt). Mit ein bisschen Übung hat man den Dreh aber relativ schnell raus. Auch, wie man das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier verringert.


Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Schleppleinen nicht immer eine saubere Sache sind, was die menschliche Kleidung betrifft.

 

Worauf man achten sollte: Bei der Schleppleine ist das Material sehr wichtig. Relativ günstig erhält man sehr dünne Schleppleinen aus einem runden Nylonseil im Handel oder man kann dies als Meterware im Baumarkt erwerben und selber mit einem Karabiner versehen. Diese Leinen verursachen schwere Brandverletzungen, wenn sie mal sehr schnell durch die Hand gezogen werden, d.h. wenn man z.B. einen durchstartenden Hund versucht, mit der Hand festzuhalten. Ich empfehle die Verwendung von a) breiteren und flacheren Leinen, die b) aus Leder, gummierten Nylon oder Biothane bestehen (zu den einzelnen Materialien später) oder c) die Verwendung von Handschuhen, möchte man das Verletzungsrisiko mit Nylonleinen minimieren.

 

Meiner Meinung nach sollten Schleppleinen grundsätzlich nur zusammen mit einem gut sitzenden Brustgeschirr verwendet werden, um das Verletzungsrisiko für den Hund relativ gering zu halten. Man stelle sich vor, wie ein Hund an einer 10m Schleppleine am Halsband abrupt aus vollem Lauf gestoppt wird…