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BeagleFriends - DAS Magazin |
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In dieser Ausgabe: |

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III. Stresstheorie nach Lazarus
Lazarus (1974) beschäftigt sich mit der Frage, ob und wann ein Stressor wirklich Stress auslöst und welche psychischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen. Im Gegensatz zu Selye, der annimmt, dass auf einen Stressor mit hoher Intensität eine Stressreaktion folgen müsse, geht Lazarus davon aus, dass es persönlichkeitsabhängige Faktoren gebe, die zu einer individuellen Antwort auf Stress führen.
Da manche Menschen in Lebenssituationen mit hohem Stressniveau besser zurechtkommen als andere, spielen nach Lazarus Persönlichkeitsvariablen bei der Situationsbewertung, also ob Stress ausgelöst wird, eine erhebliche Rolle.
Ein positives und stabiles Selbstbild, hohe Kontrollüberzeugung und Aktivität führten dazu, dass die Person Lösungsversuche einleiten könne. Nicht die Situation an sich sei für eine positive Stressverarbeitung maßgebend, sondern die Gedanken und individuellen Empfindungen einer Person. Die erste Reaktion auf einen Stressor nennt man nach dieser Theorie Primärbewertung, die wiederum aus unbewussten Reflexen entstehe.
Primärbewertungen bestünden aus einer Überprüfung, um welchen Reiz es sich handele und ob dieser als gefährlich einzustufen sei.
Die Sekundärbewertung hänge mit der Beurteilung des Organismus zusammen, also ob Handlungsmöglichkeiten vorhanden seien, um dem Stress zu entkommen.
Danach schließe sich eine Neubewertung an, bei der überprüft werde, ob die Handlung zum gewünschten Ziel geführt habe.
Diese Theorie kommt zu dem Schluss, dass es bei der Frage von Stressverhalten darauf ankomme, welche Lernerfahrungen ein Lebewesen, somit auch der Hund, in seinem Umfeld mache und inwiefern er lerne, seine Umwelt beeinflussen zu können.
Wie reagiert der Körper auf Stress ?
Die wesentlichen körperlichen Reaktionen auf Stress sind:
· Erhöhung des Herzschlages · Anstieg des Blutdruckes · Verstärkung der Durchblutung · Verschlechterung der Blutversorgung des Magen – Darmbereiches · Verbesserung der Sauerstoffaufnahme · Zunahme der Gerinnungsfähigkeit des Blutes
Diese körperlichen Reaktionen sind Folge der Ausschüttung der Stresshormone und verändern das innere Gleichgewicht (sog. Homöostase).
Um eine Stressreaktion des Körpers und somit eine Veränderung feststellen zu können, muss zunächst der Normalzustand des Organismus betrachtet werden.
Um den Organismus in einem stabilen Normalzustand halten zu können, also die Homöostase aufrechtzuerhalten, verfügt der Organismus des Hundes über einen Regelkreis mit Rückkoppelung.
Bei Hunden und allen anderen Wirbeltieren ist der Hypothalamus die wichtigste Region des Gehirns zur Beibehaltung des inneren Gleichgewichtes. |